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März, 2021

Fre12Mär(Mär 12)9:00Sam27Nov(Nov 27)18:00CURRICULUM PARODONTOLOGIE 2021Seminar 30 / ZA(März 12) 9:00 - (November 27) 18:00 ZAFI, Wien A-1060 Gumpendorfer Straße 83Event Type :Curriculum,Fortbildung für Ärzte Event TagsParodontologie

Veranstaltungsdetails & Anmeldung

Univ.-Prof. Dr. Hady HARIRIAN, PhD, MSc, Wien
OA Dr. Peter PURUCKER, Berlin
Priv.-Doz. Dr. Stefan HÄGEWALD, Hamburg
Dr. Peggy WEISHAUPT, München
Prof. DDr. Matthias FOLWACZNY, München

in Kooperation mit der ÖGP (Österreichische Gesellschaft für Parodontologie)

Termine Modul 1
Freitag, 12.03.2021 | 09.00 – 18:00 Uhr
Samstag, 13.03.2021 | 09.00 – 18.00 Uhr

Termine Modul 2
Freitag, 25.06.2021 | 13.00 – 18:00 Uhr
Samstag, 26.06.2021 | 09.00 – 18.00 Uhr

Termine Modul 3
Freitag | 10.09.2021 | 13.00 – 18.00 Uhr
Samstag | 11.09.2021 | 09.00 – 18.00 Uhr

Termine Modul 4
Freitag | 01.10.2021 | 13.00 – 18.00 Uhr
Samstag | 02.10.2021 | 09.00 – 18.00 Uhr

Termine Modul 5
Freitag | 26.11.2021 | 13.00 – 18.00 Uhr
Samstag | 27.11.2021 | 09.00 – 18.00 Uhr

Modul 1

Einführung
Univ.-Prof. Dr. Hady HARIRIAN, PhD, MSc, Wien
Parodontitis ist – laut den letzten Übersichtsarbeiten – in fast aller Munde, weniger in jungen Jahren, dafür aber umso „morbiditätskomprimierter“ in
den letzten Lebensabschnitten. Wie kommt es, dass diese entzündliche Erkrankung immer noch fälschlicherweise als „Parodontose“ im Sprachgebrauch verwendet wird? Was ist eine Parodontologin/ein Parodontologe und inwieweit grenzt sich ihr/sein Wirken von dem einer Dentalhygienikerin und Prophylaxeassistentin ab?
Worin liegen die Aufgaben der parodontologischen Fachgesellschaften, wie der Österreichischen Gesellschaft für Parodontologie (ÖGP) und deren Mutterorganisation, der „European Federation of Periodontology (EFP)“? Dieser Vortrag soll diese und weitere Fragen rund um die Parodontologie beantworten und das Fach Parodontologie in seiner Gesamtheit umreissen.

Nichtchirurgische, konservative Parodontitis-Therapie I
OA Dr. Peter PURUCKER, Berlin
Die Module 1 und 2 des Curriculums Parodontologie haben den Schwerpunkt in der praktischen Durchführung der nichtchirurgischen Parodontitisbehandlung. Sie beinhalten Vorlesungen zur parodontalen Befunderhebung, Diagnostik, den medizinischen Aspekten der Parodontitis, der antiinfektiösen Therapie und der systematischen unterstützenden Parodontitistherapie (UPT). Im praktischen Teil erfolgen Demonstrationen und Übungen zu Befunderhebung, subgingivalem Debridement, Instrumentenschleifen und der Dentalfotografie. In beiden Modulen besteht die Möglichkeit eigene Fälle vorzustellen, die Planung in der Kollegengruppe zu diskutieren und die Behandlung unter Supervision durchzuführen.

Modul 2

Nichtchirurgische, konservative Parodontitis-Therapie II
OA Dr. Peter PURUCKER, Berlin

Die Module 1 und 2 des Curriculums Parodontologie haben den Schwerpunkt in der praktischen Durchführung der nichtchirurgischen Parodontitisbehandlung. Sie beinhalten Vorlesungen zur parodontalen Befunderhebung, Diagnostik, den medizinischen Aspekten der Parodontitis, der antiinfektiösen Therapie und der systematischen unterstützenden Parodontitistherapie (UPT). Im praktischen Teil erfolgen Demonstrationen und Übungen zu Befunderhebung, subgingivalem Debridement, Instrumentenschleifen und der Dentalfotografie. In beiden Modulen besteht die Möglichkeit eigene Fälle vorzustellen, die Planung in der Kollegengruppe zu diskutieren und die Behandlung unter Supervision durchzuführen.

Modul 3

Parodontalchirurgie I: Lappenoperationen, resektive Techniken, Furkationen
Priv.-Doz. Dr. Stefan HÄGEWALD, Hamburg
Dr. Peggy WEISHAUPT, München

Komplexe Parodontalfälle mit tiefen Knochen- und Weichgewebedefekten lassen sich häufig nicht allein mit geschlossener Kürettage oder Medikamenten behandeln, sondern benötigen eine offene Kürettage und chirurgische Reduktion der Taschen. Dies wurde in wissenschaftlichen Studien gezeigt. Es existieren verschiedene Therapieansätze, wie modifizierter Widman-Lappen oder resektive Techniken zur Taschenelimination, die je
nach klinischem Bild und Behandlungsstrategie angewendet werden sollten. Liegt bei mehrwurzeligen Zähnen zusätzlich ein Furkationsbefall vor, werden zur langfristigen Beseitigung der Entzündungen und der interradikulären Nischen weitergehende Methoden notwendig, so z.B. Prämolarisierung, Tunnelierung oder Wurzelresektion. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Lappenoperationen werden ausführlich an klinischen Fällen
demonstriert, um den Teilnehmern einen Leitfaden in die Hand zu geben. Praktische Aspekte wie Vor- und Nachbehandlung sowie die Auswahl der notwendigen Instrumente werden erklärt.
Im Modul werden die grundlegenden Methoden der Parodontalchirurgie mit Schwerpunkten auf Schnitt-und Nahttechniken dargestellt und in praktischen Übungen am Schweinekiefer trainiert. Die Teilnehmer sollen in die Lage versetzt werden, auch komplexe Parodontalfälle in ihrer Praxis behandeln zu können, insbesondere dort, wo die konservative oder medikamentöse Behandlung an ihre Grenzen kommt. Alle benötigten Instrumente werden den Teilnehmern für den Kurstag zur Verfügung gestellt.

Module 4

Parodontalchirurgie II: Mukogingivalchirurgie und Regenerative Chirurgie
Ästhetische Behandlungsergebnisse sind für unsere Patienten, und damit auch für unseren Praxiserfolg, heutzutage von enormer Bedeutung. Die chirurgische Therapie von mukogingivalen Problemen, insbesondere Deckung von Rezessionen, ist ein integraler Bestandteil der dentalen Ästhetik, da wir oftmals nur durch adäquaten Weichgewebsaufbau das gewünschte Ergebnis erzielen können. Rezessionsdeckungen sind mit verschiedenen
Techniken möglich, die je nach der individuellen klinischen Situation angewendet werden sollten. Die Regeneration des Zahnhalteapparates stellt das optimale Therapieziel einer parodontologischen Behandlung sowohl zur Reduktion der Taschen als auch zur Stabilisierung und Festigung des Zahnes dar. Wir verfügen heute über chirurgisch-regenerative Methoden mit Unterstützung durch Membranen, Knochenersatzmaterialien oder Schmelzmatrixproteinen, wobei häufig Kombinationen angewendet werden. Zu vielen Techniken existieren wissenschaftliche Kurz- und Langzeitstudien, die die Effektivität nachgewiesen haben, so dass man von evidenz-basierten Therapien reden kann. Mukogingivale und regenerative Therapieformen sind daher in Zukunft sicher von wachsender Relevanz, zumal sie prinzipiell sehr gut in der Zahnarztpraxis durchgeführt werden können.
Im Modul werden die wesentlichen Techniken zur Rezessionsdeckung und zur regenerativen Chirurgie anhand klinischer Fälle mit Vor- und Nachteilen dargestellt und in praktischen Übungen am Schweinekiefer trainiert, damit die Kursteilnehmer diese Techniken dann in ihr Behandlungskonzept und ihren Praxisablauf integrieren können.
Alle benötigten Instrumente werden den Teilnehmern für den Kurstag zur Verfügung gestellt.

Modul 5

Parodontitis und Systemerkrankungen Ätiologie und Therapie der Periimplantitis
Prof. DDr. Matthias FOLWACZNY, München

Parodontitis und Systemerkrankungen
Der Einsatz von enossalen Implantaten hat die Möglichkeiten der zahnärztlichen Therapie in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Durch die stetige Verbesserung moderner Implantatsysteme kann die erfolgreiche Einheilung und somit der primäre Therapieerfolg einer implantatgestützten zahnmedizinischen Versorgung inzwischen regelmäßig beobachtet werden. Bedingt durch diese Entwicklung, vergrößert sich gleichzeitig auch
der Anteil von Patienten mit implantatgestützten prothetischen Versorgungen. Nach aktuellen epidemiologischen Zahlen sind bei einer erheblichen Anzahl dieser Implantate jedoch unterschiedliche Formen periimplantärer Entzündungen anzutreffen, die unmittelbar zum sekundären Misserfolg einer Implantattherapie beitragen können. Zur Behandlung dieser Entzündungen können verschiedene nicht-chirurgische und chirurgische Therapiemethoden
zum Einsatz kommen, deren klinische Effektivität allerdings teilweise nur sehr unzureichend wissenschaftlich gesichert ist. Dieser Kursteil gibt eine Übersicht über den aktuellen Stand der Diagnose und Therapie von periimplantären Entzündungen.

Ätiologie und Therapie der Periimplantitis
Unter dem Begriff der parodontalen Medizin werden seit einigen Jahren die Wechselwirkungen zwischen der marginalen Parodontitis und unterschiedlichen systemischen Erkrankungen, wie zum Beispiel der Atherosklerose oder der rheumatoiden Arthritis, zusammengefasst und diskutiert. Eine Reihe von Erkrankungen sowie deren Therapie, beispielsweise maligne Tumoren der Kopf-Hals-Region oder maligne hämatologische Erkrankungen, haben dabei unmittelbaren Einfluss auf die Konzeption der parodontalen Therapie. Dieser Teil des Curriculums soll den aktuellen Stand der Zusammenhänge zwischen dem Verlauf und der Behandlung einer Parodontitis sowie den betreffenden systemischen Erkrankungen darlegen. Insbesondere werden die aus Systemerkrankungen entstehenden Risiken und Probleme für die klinische Therapie der marginalen Parodontitis besprochen und mögliche Lösungswege erarbeitet und diskutiert werden

ZFP-Fortbildung: 84 Punkte
Einzelkurs: 16 Punkte (außer Modul 1: 20 Punkte)
Teilnehmer: max. 20
Kursgebühr: pro Modul: € 850,–
gesamte Kursreihe: € 4.000,–
Zahnmedizin StudentInnen: können ausschließlich Modul 1+ 2 buchen € 800,–
Modul 1+2 können nur gemeinsam gebucht werden!
Das Modul 4 wird in Kooperation mit dem Ästhetik-Curriculum durchgeführt

Schildfähiges ÖZÄK Diplom „Parodontologie“ NEU

Nach der vollständigen Absolvierung der 5 Module des Curriculum Parodontologie im Ausmaß von insgesamt
90 Stunden, können Sie zur Kommissionellen Abschlussprüfung antreten, um das ÖZAK Diplom „Parodontologie“ zu erlangen.

Kommissionelle Abschlussprüfung:
Diese findet im Rahmen eines österreichischen Zahnärzte Kongresses oder einer ÖGP Tagung statt.

Prüfungskomitee:
Das Prüfungskomitee setzt sich zusammen aus je einem Vertreter/ einer Vertreterin der ÖGP, sowie einemVertreter/ einer Vertreterin der österreichischen Zahnärztekammer.

Prüfungsinhalt:
• Bei der Prüfung können alle Inhalte des Curriculums stichprobenartig abgeprüft werden.
• Für die Prüfung muss ein eigens durchdokumentierter Fall, der den Richtlinien der Fallpräsentation der ÖGP/DGParo entspricht (ein Template wird zur Verfügung gestellt) dem Prüfungskomitee vorab vorgelegt werden.

Prüfungsgebühr € 300,–

Prüfungsvoranmeldung:
Bei Interesse bitten wir Sie, Ihre Voranmeldung an sekretariat@oegp.at zu richten. Der genaue Termin wird Ihnen per Mail bekannt gegeben.

Ansuchen zur Ausstellung des ÖZAK-Diplom „Parodontologie“:
Nach der Teilnahme an allen 5 Modulen des „Curriculum Parodontologie“ und der Bestätigung über die positiv absolvierte Prüfung, können Sie um die Ausstellung des Zahnärztlichen Fortbildungsdiplom mit dem Zusatz Parodontologie bei der österreichischen Zahnärztekammer ansuchen.
Ihr Ansuchen richten Sie bitte direkt an baumgartner@zahnaerztekammer.at

Anfrage per e-Mail

Kursdauer

März 12 (Freitag) 9:00 - November 27 (Samstag) 18:00

Ort

ZAFI

Wien A-1060 Gumpendorfer Straße 83

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