2.–3.10.2010
Samstag, 9:00–13:00 und 14:00–18:00
Sonntag, 9:00–12:00 und 13:00–16:00
Lebenslauf Jürgen Manhart
1994 Approbation als Zahnarzt nach Studium der Zahnheilkunde
an der Ludwig-Maximilians-Universität, München
1994–2000 Wissenschaftl.
Assistent an der Poliklinik für Zahnerhaltung und Parodontologie
(Direktor: Prof. Dr. R. Hickel) der Ludwig-Maximilians-Universität
1997 Promotion zum Dr. med. dent. (summa cum laude)
Titel der Arbeit: "Marginale Adaptation von Klasse-II Kompositfüllungen
in Abhängigkeit von Kavitätengröße, okklusaler
Belastung und verschiedenen Dentinadhäsiven"
1997–1998 Forschungsaufenthalt
in Houston, USA Adjunct Assistant
Professor in the Department of Basic Sciences, Biomaterials Research
Center (Director: John M. Powers, Ph.D.), UT-Houston Dental Branch,
Houston, USA
2001 Ernennung zum Oberarzt an der Poliklinik für Zahnerhaltung
und Parodontologie der Ludwig- Maximilians-Universität
2003 Habilitation und Lehrbefugnis für das Fachgebiet "Zahn-,
Mund- und Kieferheilkunde"
Titel der Arbeit: "Einfluss unterschiedlicher Parameter auf
die Adhäsion kompositbasierter Restaurationsmaterialien an
Zahnhartsubstanzen"
Forschungsschwerpunkte
• Mechanismen der Haftung von dentalen Restaurationen an der
Zahnhartsubstanz
• Physikalische und mechanische Eigenschaften von Restaurationsmaterialien
• Adhäsive Zahnheilkunde
• Amalgamalternativen (Komposite und Derivate)
• Vollkeramische Restaurationen
• Klinische Studien zu Adhäsiven, Komposit- und Keramikrestaurationen
• Überlebenszeitanalyse konservierendzahnärztlicher
Restaurationen
Mitgliedschaften
• International Association for Dental Research (IADR)
• Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde
(DGZMK)
• Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung (DGZ)
• Arbeitsgemeinschaft für Grundlagenforschung (AfG)
Mehr als 500 Publikationen, Abstracts und Vorträge auf nationaler
und internationaler Ebene.
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Vollkeramische Restaurationen bieten
eine unübertroffene Natürlichkeit und Ästhetik bei
gleichzeitig exzellenter Gewebeverträglichkeit und Mundbeständigkeit.
Der Wunsch vieler Patienten nach metallfreien Restaurationen fördert
die Verbreitung vollkeramischer Versorgungen zusätzlich. Qualitativ
hochwertige und klinisch langfristig erfolgreiche Keramikrestaurationen
erfordern allerdings ein werkstoffgerechtes Denken, Präparieren
und Befestigen. Es existieren große Unterschiede zwischen den
am Markt erhältlichen vollkeramischen Systemen. Sowohl der Zahnarzt
als auch der Zahntechniker benötigen exakte Informationen über
Indikationen, Limitationen und Verarbeitungstechniken. Die Realisierung
des für jeden Patienten individuellen ästhetischen und funktionellen
Optimums erfordert eine enge Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker
bereits in der Phase der Behandlungsplanung. Neben der korrekten Form-,
Farb- und Texturanalyse der zu versorgenden Zähne liefert ein
diagnostisches Wax-up wichtige Grundlagen für den Erfolg. Es
erlaubt ein den Behandlungserfolg steigerndes "Backward Planning"
und dient zur Anfertigung einer diagnostischen Schablone. Mit dieser
kann ein intraorales Mock-up erstellt werden, welches einerseits hilft
dem Patienten das vorweggenommene Behandlungsergebnis zu visualisieren
und andererseits erlaubt, den Abtrag an Zahnhartsubstanz zu minimieren.
Weiter kann mit laborgefertigten Langzeitprovisorien, durch eine Konditionierung
der Weichgewebe, in vielen Fällen das ästhetische Resultat
vor der endgültigen Anfertigung der Keramikrestaurationen noch
optimiert werden. Bei umfangreichen Rehabilitationen erlauben diese
Prototypen den Patienten zusätzlich die Gewöhnung an die
neue Situation unter Einbeziehung von Feedback aus dem sozialen Umfeld.
Der Kurs vermittelt praxisorientiert die Möglichkeiten aber auch
Limitationen aller Arten von vollkeramischen Restaurationen, vom glaskeramischen
Veneer bis zur mehrgliedrigen Seitenzahnbrücke aus Zirkonoxid.
Kriterien, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden werden
detailliert beleuchtet. Die Frage nach der Befestigungsart - kleben
oder konventionell zementieren? - wird für alle Restaurationsarten
beantwortet. Durch zahlreiche ausführliche klinische Step-by-Step-Falldokumentationen
werden den Teilnehmern die einzelnen Schritte der verschiedenen Behandlungsarten
und die Bestandteile und genaue Abfolge einer jahrelang erprobten,
erfolgreichen Teamarbeit im Detail dargestellt, so dass eine Übernahme
derartiger Therapiekonzepte in den eigenen Praxisalltag erleichtert
wird und auch ästhetisch komplexe Fälle gemeistert werden
können. Wichtige Kursinhalte sind ferner die Darstellung einer
erfolgreichen Kommunikations- bzw. Verkaufsstrategie und die Umsetzung
einer dem Aufwand entsprechenden Abrechnung.
Grundlagen, Planung und Vorbehandlung
• Übersicht und Eigenschaften der Vollkeramiksysteme (Glas-,
Oxidkeramiken)
• Biomechanische und biomimetische Aspekte
• CAD / CAM-Systeme (Geräte und Werkstoffe)
• Effektive Zusammenarbeit mit dem Zahntechniker
• Dentale Ästhetik: Analyse und Regeln ("Smile Design")
• Patientenberatung und Behandlungsplanung
• Bedeutung des diagnostischen Wax-up und "Backward Planning"
• Aufbau zerstörter Zähne (metallfreie Stiftsysteme)
• Aufhellung stark verfärbter Zähne durch Bleichen
• Parodontale Begleitmaßnahmen, Erhalt des
Alveolarkamms und Stützung der Weichgewebe
• Laborgefertigte Langzeitprovisorien (Prototypen) zur Weichgewebskonditionierung
und Visualisierung des Behandlungsziels
Keramische Inlays, Onlays und Teilkronen
• Präparationsrichtlinien und -art (rotierend / oszillierend)
• Step-by-Step: Einprobe, Inlaykonditionierung, adhäsive
Befestigung
• Adhäsive und Befestigungskomposite
• Korrekte und einfache Überschussentfernung
•Ausarbeiten und Politur
Vollkeramikkronen und Vollkeramikbrücken
• Präparationsrichtlinien und -formen
• Abformung und Gewebemanagement
• Gerüststärken bei Kronen und Brücken
• Gerüst- und Konnektordesign bei Brücken
• Inlaybrücken im Seitenzahnbereich
• Minimalinvasive Klebebrücken im Frontbereich
• CAD / CAM-Bearbeitungsstrategien
• Adhäsive Befestigung vs. konventionelle Zementierung
• Vollkeramik auf Implantaten
Keramik-Veneers
• Indikationen und Kontraindikationen
• Präparationsrichtlinien und -formen
• Veneers im Prämolarenbereich
• Diagnostische Schablone: Hilfsmittel bei der Präparation
• Möglichkeiten der provisorischen Versorgung
• Auswahl der Keramik und Herstellungsmethode
• Einprobe mit Try-in-Pasten
• Adhäsive Befestigung: Schritt für Schritt
• Vom Einzelveneer zum kompletten "Smile Make-over"
ZFP-Fortbildung: 19 Punkte
Teilnehmerzahl: 20
Gebühr: 500,- €
Anmeldung per
spitzhuetl@zafi.at
ZAFI - Zahnärztliche Fortbildung der Landeszahnärztekammer
für Wien, 1060 Wien, Gumpendorferstrasse 83/4
Tel. 01 597-33-57-10 oder 12, Fax. 01 597-33-57-13 |
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